
Im Juli 2022 unternahmen Anja, Maike, Lasse und Martin zusammen mit Uwe vom Itzehoer Kanu-Club, Annett aus Potsdam und Brigitte vom Tegernsee eine geführte Seekajaktour durch die Fjorde Ostgrönlands. Die ersten drei Tage begleitete uns Matt Spenceley von den
Pirhuk - Greenland Mountain Guides, danach stieß
Chris Eastabrook als Guide zu uns.
Wir starteten in Kulusuk und paddelten über den Ammassalik Fjord, durch den Ikaasak Kitteq, den Ittaalip Sortuusaa und den Sortukattak bis nördlich von Kuummiit. Hier am nördlichsten Punkt unserer Seekajaktour waren wir nur etwa 75 Kilometer vom Polarkreis entfernt. Durch den Ikaasattivaq und nach einem kurzen Stop in Tiilerilaaq querten wir den Sermilik und paddelten in den Johan Petersen Fjord bis zum Brückner Gletscher. Von der Insel Qeertartivattiaq wurden wir dann nach elf Paddeltagen am Ende unserer 238 Kilometer langen Seekajaktour mit zwei Motorbooten abgeholt und zurück nach Kulusuk gebracht.
Die Inuit nannten ihr schlankes mit einem Doppelpaddel gepaddeltes Jagdboot "Qajaq" - die Urform heutiger Kajaks. Dies war eine Tour zu den Wurzeln unseres Sports.
Arktische Wildnis, grandiose Berg- und Fjordlandschaften, viel Eis, Buckelwale und nette Begegnungen machten diese Seekajaktour zu einem einmaligen Erlebnis.
Hier Bilder dieser erlebnisreichen Seekajakreise.
Mountains, pack ice, icebergs, glaciers, sunshine, wind and waves, Humpback whales and nice encouters in the small villages. We enjoyed every moment of this remarkable seakayak tour. A long dreamed dream came true. It is a high point in our lives as kayakers.
Many, many thanks to Matt for sharing with us his passion for this part of the world and to Chris for guiding us safely through this impressive fjord landscape, organizing "glorious sunshine" and for brewing an overwhelming iceberg coffee.
Interesse an einem Vortrag über diese Seekajaktour?
Dann bitte bei
Martin Ölscher anfragen.
HINWEIS
Die arktische Wildnis Ostgrönlands ist das Reich der Eisbären. Die Regierung Grönlands informiert auf
www.visitgreenland.com auf einem Infoblatt "
Encountering Polar Bears" ("Begegnung mit Eisbären"):
"The best chance to see a polar bear is while cruising on the east coast of Greenland on expedition cruise ships. It is also the safest way to see them. If you move around on land in this area you should take proper safety precautions, including going with an armed guide."
"Die beste Chance, einen Eisbären zu sehen, besteht bei einer Kreuzfahrt an der Ostküste Grönlands auf Expeditionskreuzfahrtschiffen. Es ist auch der sicherste Weg, sie zu sehen. Wenn Sie sich in diesem Gebiet an Land bewegen, sollten Sie angemessene Sicherheitsvorkehrungen treffen, einschließlich eines bewaffneten Führers."

Wir wurden von unseren Begleitern sehr eindrücklich vor diesem Raubtier gewarnt, das uns im Zweifel als Beute sieht. Wir trugen alle Signalpfeifen, Leuchtkugeln lagen zur Abschreckung stets griffbereit und für den äußersten Notfall hatte unser Guide immer ein Gewehr in Reichweite. Wir waren acht Paddler/innen und lösten uns in den Nächten reihum zur Eisbärenwache ab. Wir sahen zum Glück keinen Eisbär, der sich uns näherte. Aber in der Nähe von Tiilerilaaq hatten Jäger einen Tag zuvor einen Eisbären in der Gegend beobachtet, aus der wir kamen.
In einem Notfall kann es sehr lange dauern, bis Hilfe kommt. Satellitentelefon und eine Notfunkbake hatte unser Guide dabei und wir wurden - falls ihm etwas passieren sollte - in die Handhabung eingewiesen. Eine Seekajaktour in der arktischen Wildnis ist nicht vergleichbar mit einer Seekajaktour auf unseren heimischen Gewässern.