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Naturschutzgebiet Elbinsel Pagensand

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Informationen zum Corona-Virus

Stand: 11. Juni 2021

Wellen am Strand bei Tidenhochwasser  Kajaks am Strand  Wellen im Sonnenuntergang  Zollkreuzer 'Rigmor' von Glückstadt  Sonnenuntergang  Kajak am Strand

Pagensand ist eine Insel in der Unterelbe. Die In­sel war ur­sprüng­lich eine Sandbank, die ab 1900 durch Aufbringen ausgebaggerten Elb­schlicks zur Vertiefung der Fahrrinne ver­grö­ßert und er­höht wurde. Heute ist sie knapp 6 Ki­lo­me­ter lang und bis zu 1 Kilometer breit. Die In­sel ist un­be­wohnt.

Schild NaturschutzgebietAm 9. Mai 1997 trat die Lan­des­ver­ord­nung über das Na­tur­schutz­ge­biet "Elbinsel Pa­gen­sand" in Kraft.

Der Landes-Kanu-Verband Schles­wig-Hol­stein e.V. hat sich dafür ein­gesetzt, dass Wassersportler auch weiterhin auf Pa­gen­sand an­lan­den und auf der Insel für eine Nacht kleine Zelte aufschlagen kön­nen. Eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung musste früher für jede Wan­der­fahrt einzeln beantragt werden. Mitt­ler­wei­le wurde für zwei An­lan­de­stel­len eine Dau­er­aus­nah­me­ge­neh­mi­gung erteilt.

Am 11. Juni 2021 teilte die Untere Na­tur­schutz­be­hör­de des Kreises Pinneberg mit, dass die All­ge­mein­ver­fü­gung provisorisch bis zum 31. De­zem­ber 2021 ver­längert wurde. Corona habe vieles verzögert. Man habe sich zu dieser prag­ma­ti­schen Lö­sung entschieden, damit Was­ser­wan­de­rer sich im rechtssicheren Raum an den An­lan­de­stel­len B und D bewegen können.

Zur nächsten Wassersportsaison 2022 werden neue Schilder mit einer aktualisierten All­ge­mein­ver­fü­gung organisiert.

Die Unterelbe ist wegen starker Tidenströmung, Wind, Wellen und der Seeschifffahrt kein Ge­wäs­ser für Anfänger!

Im Folgenden informieren wir über die wich­tigs­ten Auszüge aus der Landesverordnung und die Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung zum Zelten.

Landesverordnung über das Na­tur­schutz­ge­biet "Elb­in­sel Pa­gen­sand"
Auszüge aus ElbPagenNatSchGV SH, Gl.Nr. 791-4-179
§ 3 - Schutzzweck
(1)Schutzzweck ist es, die Natur in diesem Gebiet in ihrer Gesamtheit dauerhaft zu er­hal­ten. Insbesondere gilt es
1.die Flachwasserbereiche an der Pa­gen­san­der Nebenelbe als wichtigen Fort­pflan­zungs- und Auf­wuchs­be­reich für Elbfische,
2.das Süßwasserwatt mit seinen Flecht­bin­sen- und Brack­was­ser­röh­richt­ge­sell­schaf­ten,
3.die Strände als Rastplätze für Wat- und Wasservögel,
4.die Auwälder und sonstige naturnahe Gehölzbestände,
5.die tidebeeinflussten Priele, die Ge­wäs­ser und Über­schwem­mungs­flä­chen mit den Röhrichten und Hoch­stau­den­rie­dern, Dünenbereiche sowie struk­tur­rei­che Stau­den- und Ge­büsch­kom­ple­xe der höherliegenden Sandflächen,
6.die natürliche Dynamik der Elbinsel und
7.die auf diese Lebensräume spe­zia­li­sier­ten cha­rak­te­ris­ti­schen Pflanzen- und Tier­arten, insbesondere die hier brü­ten­den und rastenden Vogelarten, so­wie ihre Ökosysteme zu erhalten und zu schützen.
(3)Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Bestandteile, insbesondere zur Er­hal­tung oder Ent­wick­lung bestimmter, ge­fähr­de­ter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Le­bens­räu­me er­for­der­lich ist, sind ent­spre­chen­de Schutz- und Ent­wick­lungs­maß­nah­men durchzuführen.
:
§ 4 - Verbote
(1)In dem Na­tur­schutz­ge­biet sind alle Hand­lun­gen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Ver­än­de­rung des Na­tur­schutz­ge­bie­tes oder seiner Be­stand­tei­le oder zu einer er­heb­li­chen oder nach­hal­tigen Störung führen können. Ins­be­son­de­re ist es verboten:
:
16.die Wasserflächen außerhalb der Bun­des­was­ser­straße Elbe mit Was­ser­fahr­zeu­gen aller Art zu be­fah­ren;
17.im Na­tur­schutz­ge­biet zu baden oder mit Tauch­ge­rä­ten zu tauchen;
18.Zelte oder Wohnwagen aufzustellen, Sachen aller Art zu lagern, Feu­er zu machen oder Hunde nicht an­ge­leint mitzuführen;
19.das Na­tur­schutz­ge­biet außerhalb der Wege zu be­tre­ten oder im Na­tur­schutz­ge­biet zu reiten oder zu fahren.
:
§ 5 - Zulässige Handlungen
(1)Unberührt von den Verboten des § 4 bleiben
:
12.das Anlanden mit kleinen Was­ser­fahr­zeu­gen, der Aufenthalt im Rahmen des Was­ser­spor­tes und das Baden an den bestimmten, örtlich ge­kenn­zeich­ne­ten Ufer­ab­schnit­ten, die in der Über­sichts­kar­te Blatt 4 durch die Buch­sta­ben A bis E ge­kenn­zeich­net und waagerecht schraffiert dargestellt sind;
:
§ 6 - Ausnahmen und Befreiungen
:
(2)Die untere Naturschutzbehörde des Kreises Pin­ne­berg kann im Einzelfall von den Ver­bo­ten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr 18 für die Aufstellung und Benutzung von Zelten durch Wasserwanderer im Rahmen der Be­stim­mun­gen des § 36 Abs. 2 und 3 des Lan­des­na­tur­schutz­ge­set­zes Ausnahmen zu­las­sen, wenn die da­nach zulässigen Hand­lun­gen nicht zu nachteiligen Stö­run­gen der Pflanzen- und Tierwelt führen können; dabei sind die Be­stim­mun­gen des § 15 a des Lan­des­na­tur­schutz­ge­set­zes zu be­ach­ten.
:
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten
(1)Ordnungswidrig nach § 57 Abs. 1 Nr. 1 des Lan­des­na­tur­schutz­ge­set­zes handelt, wer vor­sätzlich entgegen
:
18. § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 18 Zelte oder Wohn­wa­gen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feu­er macht oder Hunde nicht an­ge­leint mitführt.
:

Starnd auf Pagensand

Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung
Kartenskizze der Insel Pagensand mit AnlandestellenDie Kartenskizze zeigt sche­ma­tisch die Insel Pagensand und die An­lan­de­stel­len A - E (Quelle: An­la­ge zur Lan­des­ver­ord­nung über das Na­tur­schutz­ge­biet "Elb­in­sel Pa­gen­sand"). Für die An­lan­de­stel­len B und D wurde für nicht mo­to­ri­sier­te Wasserwanderer eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung zum Übernachten in Zel­ten erteilt. Damit entfällt das bis­he­ri­ge An­trags­ver­fah­ren. Auf der Insel wurden an diesen beiden An­lan­de­stel­len Hin­weis­schil­der aufgestellt.

Die Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung war zuerst bis zum 31. März 2000 be­fris­tet und wurde dann um weitere 10 Jahre ver­län­gert. Aufgrund der po­si­ti­ven Erfahrungen mit den Wan­der­padd­lern in den letzten Jahren wurde die Dau­er­aus­nah­me­ge­neh­mi­gung bis zum 31.12.2020 erteilt und im Juni 2021 erst einmal bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.

Viele der Nebenbestimmungen der Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung sind für uns Wasserwanderer Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten. Sicherlich ist es auch möglich, zusammen mit dem eigenen Abfall auch noch die eine oder andere von der Flut angeschwemmte oder von Tagesbesuchern lie­gen­ge­las­se­ne Getränkedose oder Plastikflasche zusätzlich ein­zu­packen und von der Insel mitzunehmen.

Südspitze von Pagensand
Südspitze von Pagensand
Die Anlandestelle D liegt am südlichen Ende des Sandstrandes

Achtung: Auf Pagensand gibt es viele Zecken!
Eine Zeckenzange sollte auf die Insel mitgenommen werden.

Bitte beachten Sie die dazu Informationen über Zecken und Zeckenstiche
und die Hinweise zur "Vorbeugung" und "Entfernung".


Hier der Text der Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung:

Kreis Pinneberg - Der Landrat
als untere Naturschutzbehörde
Moltkestraße 10
25421 Pinneberg
Telefon (04101) 212-381

AUSNAHMEGENEHMIGUNG

Hiermit erteile ich nicht motorisierten Was­ser­wan­de­rern/In­nen für eine einmalige Über­nach­tung die Ge­neh­mi­gung zum Zelten. Die Zelte dürfen nur im Bereich der An­lan­de­stel­len B und D (im Lageplan schwarz schraffiert gekennzeichnet) aufgestellt werden

Rechtsgrundlage für diese Genehmigung bil­det der § 6 Abs. 2 der Landesverordnung über das Na­tur­schutz­ge­biet "Elb­in­sel Pa­gen­sand" vom 9. Mai 1997 (GVOBL. Schl.-H., Seite 306 ff) in Verbindung mit § 36 Abs. 2 und 3 des Lan­des­na­tur­schutz­ge­setzes (LNatSchG) vom 16.06.1993 (GVOBL. Schl.-H., Seite 233) in der derzeit gültigen Fassung.

NEBENBESTIMMUNGEN
Gemäß § 107 des Landesverwaltungsgesetzes vom 2. Juni 1992 (GVOBL. Schl.-H., Seite 243 ff) in der derzeit gültigen Fassung ergehen die nachstehend auf­ge­führ­ten Ne­ben­be­stim­mun­gen:

a) Befristung
  1. Diese Genehmigung ist befristet bis zum 31. De­zem­ber 2021
b) Auflagen
  1. Der Lagerplatz ist in einem ord­nungs­ge­mäßen Zustand zu hinterlassen. Nach Bedarf sind Abfälle einzusammeln.
  2. Es ist sicherzustellen, dass die Ruhe der Natur und der Naturgenuss nicht durch Lärm (auch laute Musik) oder in anderer Weise gestört wird. Es ist verboten, die im nebenstehenden Lageplan kennt­lich gemachten Anlandestellen und Wege zu ver­las­sen.
c) Hinweise
  1. Hunde sind immer angeleint zu führen.
  2. Offene Lagerfeuer sind verboten.
  3. Bäume, Baumgruppen oder andere Land­schafts­be­stand­tei­le dürfen nicht be­schä­digt oder ver­un­stal­tet werden.
  4. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass Tiere nicht gestört werden.
  5. Diese Genehmigung wird unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufes erteilt. Weitere Ne­ben­be­stim­mun­gen können jederzeit hinzugefügt, sowie bestehende Ne­ben­be­stim­mun­gen er­gänzt werden.
  6. Diese Genehmigung wird unbeschadet der Rechte Dritter erteilt. Andere Rechts­vor­schrif­ten bleiben von dieser Genehmigung unberührt. das Zelten er­folgt auf eigene Gefahr
  7. Zur Vermeidung einer Behinderung des Ka­nu­sports wird diese Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung in dieser Form erteilt. Zu­künf­ti­ge Be­schei­de können andere Re­ge­lun­gen be­in­hal­ten. Insofern ergibt sich für die untere Na­tur­schutz­be­hör­de des Krei­ses Pinneberg aus diesem Be­scheid heraus keine selbstbindende Wir­kung. Ich weise ausdrücklich auf die Ver­bo­te des §4 Abs. 1 Ziffer 1 bis 19 der Lan­des­ver­ord­nung über das Na­tur­schutz­ge­biet "Elb­in­sel Pa­gen­sand" hin.
ORDNUNGSWIDRIGKEIT
Wird gegen die mit dieser Allgemeinverfügung fest­ge­setz­ten Nebenbestimmungen vor­sätz­lich oder fahrlässig ver­stoßen, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 57 Abs. 1 Ziffer 2 des LNatSchG mit den Folgen einer möglichen Geldbuße bis zu einer Höhe 5.000,- Euro gemäß § 57 Abs. 5 LNatschG.


Informationen
Der Naturschutzbund (NABU) Hamburg betreut mit einer Gruppe Pagensand das Na­tur­schutz­ge­biet "Elbinsel Pagensand". Auf einer Internetseite "Pagensand" informiert die Grup­pe mit In­fo­brie­fen über Ent­wick­lun­gen auf der Elbinsel.


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www.itzehoer-wasser-wanderer.de


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