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Informationen zum Corona-Virus

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Informationen zum Corona-Virus


Corona-Virus [CDC / Alissa Eckert, MS, Dan Higgins, MAMS]Hier informieren wir über alle Themen, die unseren Kanuverein in der Corona-Krise beschäftigen. Wir müssen derzeit mit erheblichen Einschränkungen leben, die unser aktives Vereinsleben und unseren geliebten Sport eine Zeit lang zum Stillstand brachten.

Es sind schwere Zeiten. Statt sich über die Einschränkungen zu beklagen, sollten wir das Ziel der Maßnahmen nicht aus dem Auge verlieren. Es galt, die Ausbreitung der Infektionen mit dem Corona-Virus so effektiv wie möglich einzudämmen. Dazu sollten alle nicht notwendigen Sozialkontakte vermieden werden. Gemeinsam Sport treiben oder das Zusammentreffen auf dem Vereinsgelände waren leider vermeidbare Sozialkontakte.

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat eine Landesvordnung mit Erleichterungen für den Wassersport beschlossen, die am 04. Mai 2020 in Kraft trat. Eine eingeschränkte Ausübung des Kanusports in unserem Kanuverein ist nach knapp sieben Wochen Stillstand mit Auflagen wieder möglich.

Weiterhin ist verantwortungsvolles Handeln gelebte Solidarität mit unseren Mitmenschen.

Vereinsgelände wieder geöffnet

Achtung!Am 01.05.2020 hat das Land Schleswig-Holstein eine Verordnung SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung (SARS-CoV-2 BekämpfV) zur Eindämmung der Infektionen mit dem Corona-Virus erlassen, nach denen Sportstätten ab dem 04. Mai 2020 für die Ausübung kontaktarmer Sportarten teilweise wieder geöffnet werden können.

Nach sieben Wochen Stillstand dürfen unsere Vereinsmitglieder zur Ausübung des Kanusports unter Einhaltung der Abstandsregeln das Vereinsgelände wieder betreten, wenn die vom Vorstand beschlossenen Nutzungsregeln bis auf Weiteres verbindlich anerkannt und konsequent befolgt werden.

Die individuelle Sportausübung ist möglich. Die Mannschaftsboote wie unsere Drachenboote und der Zehner-Kanadier gehen nicht auf das Wasser. Ein regulärer Trainingsbetrieb findet vorerst noch nicht statt. Es gibt keine Zusammenkünfte und keine Vereinsfahrten im Rahmen eines Vereinsprogramms.

Vereinsgelände Itzehoer Wasser-Wanderer e.V.
Vereinsgelände Itzehoer Wasser-Wanderer e.V.








Corona-Krise

Beschränkungen zu Himmelfahrt und Pfingsten

20. Mai 2020 von Martin Ölscher
Die seit dem 18. Mai 2020 gültige Landesverordnung zur Neufassung der Corona-Bekämpfungsverordnung sieht nach § 20 Absatz 2 weitergehende Maßnahmen zur Regulierung von Tagestourismus vor:

"Die Befugnis der zuständigen Behörden, weitergehende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen nach dem Infektionsschutzgesetz zu treffen, bleibt von dieser Verordnung unberührt. Dies gilt insbesondere für Betretungsverbote zur Regulierung des Tagestourismus, um das Infektionsgeschehen kontrollieren zu können."

Da an den langen Wochenenden mit Christi Himmelfahrt und Pfingsten größere Besucherzahlen erwartet werden, beschloss die Kreisverwaltung des Kreises Nordfriesland am 18.05. in einer Allgemeinverfügung für Tagestouristen ein Betretungsverbot für die Nordseeinseln und Halligen in der Zeit vom 21. Mai 6:00 Uhr bis 24. Mai 20:00 Uhr und vom 30. Mai 6:00 Uhr bis 01. Juni 20:00 Uhr. Als Tagestourismus gilt danach jeder Aufenthalt, mit dem keine Übernachtung verbunden ist. Die Aufenthaltsberechtigung kann durch eine Buchungsbestätigung des Beherbergungsbetriebes nachgewiesen werden.

Diese Maßnahme wird unter anderem damit begründet, dass Übernachtungsgäste zur Angabe ihrer Kontaktdaten verpflichtet sind und so Infektionsketten nachverfolgt werden können. Eine lückenlose Erfassung von Tagestouristen sei dagegen nicht möglich.

Die Kreisverwaltung Steinburg informierte am 19.05. in einer Pressemitteilung über Sperrungen der Parkplätze in Kollmar und Kollmar-Bielenberg am Himmelfahrtswochenende. Bei der erwarteten Auslastung des Strand- und Hafenbereichs könne es erforderlich sein, auch Fußgänger und Radfahrer abzuweisen. Damit fallen die Strände von Kollmar und Bielenberg als Einsatzstellen für Kajaktouren auf der Unterelbe am Himmelfahrtswochende aus.

Wer für die langen Wochenenden Touren plant, muss sich über regionale Beschränkungen informieren!


Corona-Krise

Neue Ersatzverkündung zur Corona-BekämpfVO

16. Mai 2020 von Martin Ölscher
Auf den Internetseiten der Landesregierung Schleswig-Holstein steht jetzt die neue Landesverordnung zur Neufassung der Corona-Bekämpfungsverordnung, die am Montag 18. Mai 2020 in Kraft tritt. Hier die Ausschnitte, die uns als Sportverein betreffen.

§ 2 Absatz regelt die allgemeinen Anforderungen an die Hygiene und die Kontaktbeschränkungen:

(1) Zu anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten (Abstandsgebot). Dies gilt nicht,
  1. wenn die Einhaltung des Mindestabstands aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht möglich ist;
  2. wenn die Übertragung von Viren durch ähnlich geeignete physische Barrieren verringert wird;
  3. für Angehörige des eigenen Haushalts und bei Zusammenkünften zu privaten Zwecken mit den Angehörigen eines weiteren Haushalts;
  4. für Ehegatten, Geschiedene, eingetragene Lebenspartner, Lebensgefährten, Geschwister, eigene Kinder und andere in gerader Linie Verwandte.
(2) Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushalts sind nach Möglichkeit auf ein Minimum zu beschränken.

(3) Die jeweils aktuellen Empfehlungen und Hinweise der zuständigen öffentlichen Stellen zur Vermeidung der Übertragung des Coronavirus sollen beachtet werden.

(4) Ansammlungen im öffentlichen Raum und Zusammenkünfte zu privaten Zwecken sind nur von im selben Haushalt lebenden Personen und Personen gestattet, die einem weiteren gemeinsamen Haushalt angehören (Kontaktverbot). Darüber hinaus sind Zusammenkünfte von Ehegatten, Geschiedenen, eingetragenen Lebenspartnern, Lebensgefährten, Geschwistern, eigenen Kindern und anderen in gerader Linie Verwandten zulässig, soweit die Teilnehmerzahl 10 Personen nicht übersteigt.

In den Erläuterungen heißt es dazu:

Um das Risiko der Übertragung zu minimieren, sind daher im privaten und öffentlichen Raum das Einhalten eines Mindestabstands von 1,5 Metern und die Begrenzung von Kontakten die wesentlichen Maßnahmen.
...
Die Umsetzung des Abstandsgebots erfordert in besonderem Maße die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger.

In § 11 werden die Voraussetzungen für die Sportausübung geregelt:

(1) Für die Ausübung von Sport innerhalb und außerhalb von Sportanlagen gelten abweichend von §§ 3 und 5 folgende Voraussetzungen:
  1. das Abstandsgebot aus § 2 Absatz 1 ist einzuhalten;
  2. das Kontaktverbot nach § 2 Absatz 4 gilt nicht;
  3. bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten sind entsprechende Hygienemaßnahmen einzuhalten;
  4. soweit der Sport in Sportanlagen ausgeübt wird, haben Zuschauerinnen und Zuschauer keinen Zutritt;
  5. Wettkämpfe dürfen nicht veranstaltet werden;
  6. sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen, insbesondere Sammelumkleiden, Duschräume, Saunen und Wellnessbereiche mit Ausnahme von Toiletten, sind zu schließen;
  7. vom Deutschen Olympischen Sportbund oder von einzelnen Sportfachverbänden entwickelte Empfehlungen werden vor Aufnahme des Sportbetriebs umgesetzt und vor Ort mit dem Hinweis auf deren Verbindlichkeit ausgehängt.
(2) Sofern der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, hat der Betreiber oder Veranstalter nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt. Er hat nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher zu erheben.

Absatz 1 Punkt 7 verweist damit ausdrücklich auf die Übergangsregeln zur Wiederaufnahme des öffentlichen Sportbetriebs in den Vereinen im Kanusport des Deutschen Kanu-Verbandes e.V., die von uns eingehalten werden müssen.

Paragraph 11 wird in der Landesverordnung erläutert:

Bei der Regelung von Sport war es notwendig, von den §§ 3 und 5 abweichende Regelungen zu treffen. Andernfalls würden die strengen Voraussetzungen für Veranstaltungen für sämtliche sportlichen Aktivitäten gelten, die als Veranstaltungen einzustufen sind. Die in § 5 normierten Voraussetzungen wie z.B. das Sitzplatzgebot passen nicht zu sportlichen Aktivitäten. § 11 regelt die Ausübung von Sport innerhalb und außerhalb von sportlichen Anlagen. Zudem können sportliche Veranstaltungen (z.B. Training) durchgeführt werden. Wettkämpfe dürfen nicht veranstaltet werden.

Bei Sportausübung in geschlossenen Räumen ist nach Absatz 2 ein Hygienekonzept zu erstellen. Dabei ist auf die ausgeführte Sportart Rücksicht zu nehmen, was ggf. über die Anforderungen nach § 4 hinausgehende Präventionsmaßnahmen erfordert. Zum Beispiel kann bei besonders schweißtreibenden Sportarten (Cardiobereich im Fitnessstudio) ein größerer Abstand zwischen den Sportlern angemessen sein. Zudem sind die Kontaktdaten zu erheben. Für beides gelten die besonderen Vorgaben nach § 4.

In § 17 geht es um Beherbergungsbetriebe. Der Paragraph ist sehr knapp gefasst:

(1) Für Hotels und andere Beherbergungsbetriebe gelten folgende zusätzliche Anforderungen:
  1. Der Betreiber erstellt nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept;
  2. die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher werden nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 erhoben.
(2) Eine Absonderung nach § 30 Absatz 1 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes ist in Beherbergungsbetrieben unzulässig.

In den Erläuterungen finden sich mehr Details. Hier werden auch die für unsere Mehrtagestouren wichtigen Campingplätze genannt:

Die Vorschrift gilt für sämtliche Beherbergungsbetriebe: Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, Wohnmobilstellplätze, Campingplätze, Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendbildungseinrichtungen, Jugendherbergen, Schullandheime und vergleichbare Einrichtungen. Für diese Betriebe gelten zunächst die allgemeinen Anforderungen des § 3:
  • Einhaltung des Abstandsgebotes,
  • Einhaltung der Husten- und Niesetikette,
  • Möglichkeit zum Waschen oder Desinfizieren der Hände,
  • an allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge,
  • sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen wie Sammelumkleiden, Duschräume und Wellnessbereiche sind, mit Ausnahme von Toiletten, für den Publikumsverkehr zu schließen.
Werden gastronomische Dienste angeboten, gelten zudem die Anforderungen nach § 7.

Einrichtungen zur Beherbergung von Kindern und Jugendlichen wie insbesondere Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendbildungseinrichtungen, Jugendherbergen und Schullandheime dürfen auch wieder öffnen. Die Einschränkung, dass Gemeinschaftsräume und Duschen zu schließen sind, dürfte aber zu der Einschränkung führen, dass die Öffnung nur für Einzel- und Familienreisende in Betracht kommt, soweit die Zimmer mit Einzelsanitäranlagen ausgestattet sind.

Sämtliche Beherbergungsbetriebe müssen ein Hygienekonzept erstellen. Zudem sind die Kontaktdaten zu erheben. Für beides gelten die allgemeinen Vorgaben nach § 3.

Danach dürfen Campingplätze wieder Gäste aufnehmen. Allerdings müssen Dusch- und Waschräume geschlossen bleiben. Damit sind Wochenendtouren mit Übernachtungen im Zelt in Schleswig-Holstein wieder möglich. Bei allen Touren mit Zielen außerhalb Schleswig-Holsteins muss geprüft werden, ob mit den vor Ort geltenden Regeln eine geplante Tour stattfinden kann.

Auf der Internetseite der Landesregierung Schleswig-Holstein werden auf einer Seite "Häufig gestellte Fragen" zum Thema "Sport" die Voraussetzungen für das Sporttreiben näher erläutert.

Der Präsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein e.V. Hans-Jakob Tiessen begrüßt in einer Pressemitteilung die neue Landesverordnung:

"Ich begrüße die Entscheidung der Landesregierung, nunmehr die Möglichkeit der Nutzung nahezu aller Sportanlagen drinnen und draußen geschaffen zu haben − unter genau festgelegten Bedingungen. Für die über 2.500 im Landessportverband organisierten Sportvereine ist dies das lang erhoffte Startsignal zum Wiedereinstieg in ein reguläres Vereinsleben.

Die Sportvereine haben sich gerade in dieser Krise als stabile gesellschaftliche Kraft mit einer sehr hohen sozialen Bindungsfähigkeit erwiesen. Ich bin daher zuversichtlich, dass die Sportvereine auch diese nächste Phase der Lockerungen mit einer hohen Eigenverantwortung erfolgreich begleiten werden. Dabei ist eines klar: Die Corona-Krise ist noch nicht überwunden. Oberstes Gebot ist und bleibt die Gesundheit in der gesamten Bevölkerung. Die Pandemie muss weiter erfolgreich eingedämmt werden. Ein verantwortungsvolles und umsichtiges Handeln aller Sportlerinnen und Sportler wird hierbei einen wichtigen Beitrag leisten können"


Corona-Krise

DKV begrüßt Lockerungen

07. Mai 2020 von Martin Ölscher
In einer Videokonferenz am Donnerstag, den 07. Mai 2020, hat das Präsidium des Deutschen Kanu-Verbandes e.V. die Situation in der Corona-Pandemie neu bewertet.

DKV-Präsident Thomas Konietzko begrüßt die beschlossenen Lockerungen:

"Wir begrüßen die Beschlüsse der Regierungschefs und der Bundeskanzlerin. Es ist gut, dass Individualsport wieder zugelassen wird, auch wenn damit weiterhin einige Beschränkungen verbunden sind.

Der DKV hat als Handlungsempfehlung für seine Vereine ein Hygienekonzept erarbeitet und ist gut vorbereitet, verantwortungsbewusst auch in Zeiten der Corona-Pandemie unter Einhaltung aller Hygienevorschriften, des Abstandsgebotes und der lokalen Regelungen den Sportbetrieb wieder aufzunehmen."

Darüber hinaus beschloss das Präsidium des Deutschen Kanu-Verbandes e.V. folgendes Statement:

"Der Deutsche Kanu-Verband hofft, dass die Bundesländer und Landkreise, bei denen nun die konkrete Verantwortung für die Umsetzung der gefassten Beschlüsse zur Wiederaufnahme des Sportbetriebes liegt, möglichst überall gleiche Regeln für den organisierten Wassersport in Vereinen erlassen.

Der Flickenteppich unterschiedlicher lokaler Regeln in den einzelnen Kommunen und Landkreisen, die in den letzten zwei Wochen schon regional Wassersport ermöglichten, sollte bei der konkreten Umsetzung der heutigen Beschlüsse vermieden werden.

Es muss einheitliche und verständliche Regeln auf der Grundlage der vom DKV erarbeiteten Übergangsregeln zur Wiederaufnahme des öffentlichen Sportbetriebs für den organisierten Wassersport in ganz Deutschland geben, mit denen Gruppentraining wieder möglich ist. Die Kanutinnen und Kanuten werden diese verantwortungsbewusst umsetzen.

Die Regelungen sollten aber nur der erste Schritt zu einer Rückkehr zum normalen Vereinsbetrieb sein, dem schon bald unter Berücksichtigung der Infektionszahlen weitere Schritte folgen sollen. Sollte sich der Rückgang von Infizierten weiter positiv entwickeln, sollte unter Berücksichtigung der strengen Handlungsempfehlungen und Hygienerichtlinien des DKV auch wieder ein regulärer Wettkampfbetrieb für kleinere Regatten und Gemeinschaftsfahrten unter Berücksichtigung des Abstandsgebotes möglich sein.

Gerade in Zeiten von nötigen Einschränkungen und dem gemeinsamen Anstrengungen, die Pandemie einzudämmen, sind körperliche Aktivitäten im Boot, in der Natur, im täglichen Training, aber auch im Wettkampfbetrieb als Teil der Rückkehr zu einem normalen Leben für viele Kanutinnen und Kanuten motivierend und geben ein Stück Lebensqualität zurück."


Corona-Krise

Ausnahmeregelung in DKV-Wandersportordnung

07. Mai 2020 von Martin Ölscher
Wanderfahrerabzeichen Gold (Erwachsene)Der Deutsche Kanu-Verband e.V. teilt mit, dass auf Grund der lange währenden und unterschiedlichen Einschränkungen des Sporttreibens während der Corona-Pandemie in verschiedenen Bundesländern die Fachgremien der Landes-Kanu-Verbände, das DKV-Präsidium und der Freizeitsportauschuss vereinbart haben, die DKV-Wandersportordnung für den Jahreszyklus 2019/2020 für den Geltungsbereich in Deutschland anzupassen.

Die Bestimmungen in § 13 in der DKV-Wandersportordnung zum Erwerb des Wanderfahrerabzeichens in Bronze für Erwachsene wurden geändert. Für das Wanderfahrerabzeichen in Bronze muss keine Teilnahme an einer Gemeinschaftsfahrt nachgewiesen werden.

Die geforderten Kilometerleistungen wurden reduziert:

vorherjetzt
DAMEN500 km250 km
Pfeilmit Behinderung400 km200 km
Pfeil Seniorinnen400 km200 km
Pfeil Seniorinnen mit Behinderung325 km163 km

vorherjetzt
HERREN600 km300 km
Pfeil mit Behinderung500 km250 km
Pfeil Senioren500 km250 km
Pfeil Senioren mit Behinderung425 km213 km

Senior/Seniorin ist, wer zum Beginn des Kanusportjahres (01.10.) das 70. Lebensjahr vollendet hat.

§ 14 und § 15 der DKV-Wandersportordnung mit den Anforderungen zum Erwerb der Wanderfahrerabzeichen in Silber und Gold bleibt hinsichtlich der Kilometerleistung, der Zahl der Gemeinschaftsfahrten und der geforderten Schulungen unverändert. Die Bedingungen für das Globusabzeichen in § 21 der DKV-Wandersportordnung bleiben ebenfalls unverändert.

Die Deutsche Kanujugend prüft derzeit ebenfalls die Anforderungen im Jugend- und Schülerbereich. Eine Entscheidung über Anpassungen wird in Kürze erwartet.


Corona-Krise

Regionalisierung der Maßnahmen

06. Mai 2020 von Martin Ölscher
Bund und Länder haben am 06. Mai 2020 über weitere Lockerungen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Epidemie verhandelt und einen Notfallmechanismus vereinbart. Steigt die Zahl von Infektionen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt zu stark an, soll das Bundesland sicherstellen, dass vor Ort die Maßnahmen wieder verschärft werden. Als Kennzahl dient die Zahl der Infektionen in einem Landkreis, die in den jeweils vergangen sieben Tagen nicht über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner ansteigen darf.

Dies hat eine Regionalisierung der Maßnahmen zur Folge. Was bisher auf Ebene der Landesregierung als Verordnung landesweit angeordnet wurde und landesweite Gültigkeit hatte, wird sich auf die Ebene der Landkreise verlagern. Über Öffnungen oder Schließungen entscheidet dann die Kreisverwaltung. Wenn Infektionsketten verfolgt werden und sich das Infektionsgeschehen eingrenzen lässt, können verschärfte Maßnahmen eine einzelne Einrichtungen wie ein Krankenhaus, ein Pflegeheim, einen Betrieb oder einen Sportverein betreffen. Ist die Infektionskette unklar, können für ein gesamtes Kreisgebeit verschärfte Maßnahmen angeordnet werden.

Im Falle von Neuinfektionen dürfte örtlich sehr schnell reagiert werden. Kann eine Kreisverwaltung Infektionsgeschehen nicht effektiv lokal eingrenzen, würde sehr schnell eine gesamte Region von erneut verschärften Maßnahmen betroffen sein.

Darüber hinaus hat man sich über eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen verständigt. Es ist geplant, dass sich zwei Familien gegenseitig besuchen oder gemeinsam nach draußen gehen dürfen.


Corona-Krise

Bootshaus auf den Start vorbereitet

03. Mai 2020 von Martin Ölscher
Nach der neuen Landesverordnung ist die Ausübung unseres Kanusports mit Auflagen wieder möglich. Unser Bootshaus wurde vorbereitet, damit unsere Vereinsmitglieder ab Montag wieder auf das Wasser gehen können.

Abstand halten ist und bleibt das Gebot der Stunde. Das ist auf unserem 1.800 m2 großen Vereinsgelände bei der Vorbereitung eines Bootes auf eine Tour und vor dem Zurücklegen in das Bootslager problemlos möglich. Die Bootslager sind weit überwiegend von außen zugänglich, sind auf unserem Gelände verteilt und stehen zum Teil weit auseinander.

Ein Training, bei dem einem Anfäger beim Einsteigen in das Boot und beim Schließen der Spritzdecke geholfen wird, ist noch nicht möglich, da hier der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Aus dem gleichen Grund gehen die Mannschaftboote wie unsere Drachenboote und der Zehner-Kanadier vorerst noch nicht auf das Wasser.

Bootshausgang
Blick von außen in den umgebauten Bootshausgang.
Der Fahrtenbuchcomputer versperrt den Durchgang in die hinteren Gebäudebereiche. Händedesinfektionsmittel steht direkt hinter der Tür bereit.


Das vom Vorstand am 02. Mai 2020 beschlossene Hygienekonzept und die Nutzungsregeln hängen an den Eingangstüren aus. Bereiche in unserem Vereinsheim, die nach der Landesverordung weiter geschlossen bleiben müssen, sind entsprechend gekennzeichnet. Der Fahrtenbuchcomputer steht jetzt auf einem Brett quer im Gang des Sanitärtrakts und versperrt den Zugang in die Küche und die dahinter liegenden Bereiche. Das Zusammentreffen von Personen in den engen Gängen ist damit ausgeschlossen. Lediglich die Toiletten sind zugänglich. Der Gang ist von außen einsehbar und es soll sich jeweils nur eine Person im Gang aufhalten. Es muss gegebenenfalls vor der Tür mit entsprechendem Abstand gewartet werden, bis eine Person den Gang verlassen hat.

Kajaks auf der Stö r
Kajaks auf der Stör: Abstand lässt sich problemlos halten...

Direkt hinter der Eingangstür steht Händedesinfektionsmittel bereit. Alle Mitglieder sind aufgefordert beim Betreten des Bootshauses die Hände zu desinfizieren. In den Toilettenräumen stehen jetzt Flüssigseifenspender bereit und es liegen Papierhandtücher aus. Für in Abständen gemeinsam genutztes Material wie die Vereinspaddel gibt es Desinfektionstücher, mit denen ein Paddelschaft desinfiziert wird, bevor ein Paddel auf den Halter zurückgelegt wird.

Alle Touren werden von unseren Paddlerinnen und Paddlern im Vereinsfahrtenbuch erfasst. So dokumentieren wir die Nutzungsintensität der Vereinseinrichtungen und Kontakte, um im Falle eines Falles eine mögliche Infektionskette verfolgen zu können. Individuelle Touren sind derzeit möglich. Es gibt keine Zusammenkünfte und keine Vereinsfahrten im Rahmen eines Vereinsprogramms.

Alle Vereinsmitglieder wurden heute per Mail über das Hygienekonzept und die Nutzungsregeln informiert.

Noch sind wir von einem regulären Sportbetrieb wie vor Beginn der Corona-Epidemie weit entfernt. Aber ein erster Schritt ist gemacht.


Corona-Krise

Hygienekonzept und Nutzungsregeln beschlossen

02. Mai 2020 von Martin Ölscher
Der Vorstand hat heute in einer Online-Vorstandssitzung ein Hygienekonzept und verbindliche Regeln für die Nutzung des Vereinsgeländes und des Bootshauses beschlossen, zu denen für unsere Vereinsmitglieder die Sportausübung nach der ab dem 04. Mai 2020 in Kraft tretenden Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Schleswig-Holstein die Ausübung des Kanusports wieder möglich ist.

Das Bootshaus wird nun so eingerichtet, dass nach der Landesverordnung weiterhin nicht zugängliche Bereiche nicht betreten werden können. Das Hygienekonzept und die Nutzungsregeln werden im Eingangsbereich des Bootshauses ausgehängt. Das Vereinsgelände darf dann ab dem 04. Mai 2020 von den Vereinsmitgliedern zur Sportausübung nur betreten werden, wenn die beschlossenen Regeln bis auf Weiteres verbindlich anerkannt und konsequent befolgt werden.

Alle Mitglieder werden in Kürze per Mail über das ab Montag, 04. Mai2020, geltende Hygienekonzept und die Nutzungregeln informiert.


Corona-Krise

Neue Ersatzverkündung zur SARS-CoV-2 BekämpfV

01. Mai 2020 von Martin Ölscher
Auf den Internetseiten der Landesregierung Schleswig-Holstein steht jetzt die neue Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Schleswig-Holstein, die am Montag 04. Mai 2020 in Kraft tritt.

Nach § 6 Absatz 3 Punkt 6 sind weiterhin öffentliche und private Sportanlagen (drinnen und draußen), Schwimm- und Spaßbäder, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen zu schließen.

In § 6 Absatz 11 werden jetzt Ausnahmen für kontaktfreie Sportarten - wie den Kanusport - festgelegt:

(11) Abweichend von Absatz 3 Nummer 6 können öffentliche und private Sportanlagen draußen für den Sport- und Trainingsbetrieb für den Freizeit- und Breitensport zur Ausübung kontaktfreier Sportarten unter folgenden Bedingungen genutzt werden:
  1. der Sport muss kontaktfrei durchgeführt werden,
  2. der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Sportlern untereinander und zu den Trainerinnen und Trainern ist stets zu wahren,
  3. insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten sind Hygienemaßnahmen einzuhalten,
  4. Umkleiden, Duschen, Gemeinschaftsräume und Gastronomie bleiben geschlossen,
  5. eine Steuerung des Zutritts zu den Sportanlagen unter Vermeidung von Warteschlangen erfolgt,
  6. Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen die Einrichtungen nicht betreten sowie
  7. weitere vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den einzelnen Sportfachverbänden entwickelte Empfehlungen werden vor Aufnahme des Sportbetriebs umgesetzt und vor Ort in schriftlicher Form zur Information der Nutzerinnen und Nutzer mit dem Hinweis auf deren Verbindlichkeit ausgehängt.
In der Verordnung werden die Ausnahmen zu § 6 begründet:

"Die Absätze 8 bis 11 sehen Lockerungen für die Bereiche Sportboothäfen, Museen, botanische Gärten und kontaktarme Sportarten vor. Maßgeblich für diese Regelungen war die Abwägung zwischen den infektiologischen Notwendigkeiten einerseits und der möglichst weitgehenden Abmilderung der Grundrechtsbeschränkungen der Bürgerinnen und Bürger andererseits. Diese machen es möglich, unter engen hygienischen Vorgaben einzelne Bereiche wie botanische Gärten und Museen wieder dem Publikum zu öffnen und andererseits einzelne kontaktarme Tätigkeiten und Sportarten wieder in gewissem Umfang zuzulassen.

Absatz 11 Satz 1 erlaubt die Öffnung von Sportanlagen, soweit dort kontaktfrei Sportarten unter freiem Himmel ausgeübt werden. Außerhalb von Sportanlagen war die Ausübung von Sport bislang auch schon möglich, soweit dabei die Kontaktbeschränkungen des § 2 Absatz 2 eingehalten wurden. Da das Infektionsrisiko bei der Ausübung von Sport unter freiem Himmel und bei Einhaltung der Kontaktbeschränkungen gering ist, werden zusätzlich auch Außensportanlagen wieder geöffnet.

Dazu zählen sämtliche öffentliche und private Sport- und Bewegungsanlagen im Freien.

Im Einzelnen dürfen Sportarten unter freiem Himmel ausgeübt werden, die als kontaktfrei gelten. Das gleiche gilt für das Angebot von Freizeitaktivitäten, soweit sie sich auf das Angebot von kontaktfreien Sport- und Bewegungsarten im Freien beziehen. Eine Differenzierung nach Sportarten wird hierbei explizit nicht vorgenommen. Entscheidend ist, dass bei der Ausübung ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht unterschritten wird.

Mit der Öffnung des Angebots von Freizeitaktivitäten hinsichtlich kontaktfreier Sportarten soll auch die Vermietung von Sportgeräten ermöglicht werden (z.B. Fahrradverleih, Kanuverleih etc.).

Der Katalog in Absatz 11 Nummern 1 bis 7 regelt die neben den allgemeinen Anforderungen geltenden besonderen Voraussetzungen für die Öffnung von Außensportanlagen. Wichtig ist auch der Verweis auf die erarbeiteten Konzepte der jeweiligen Sportfachverbände und des DOSB, die die besonderen Bedingungen jeder einzelnen Sportart berücksichtigen und zu verfolgen sind. Damit allen Nutzern der Sportanlage die zu beachtenden Vorkehrungsmaßnahmen bekannt sind, sollen die Konzepte für alle einsehbar in/an der Sportanlage ausgehängt werden.

Trotz der Öffnung gilt das grundsätzliche Kontaktminimierungsgebot. Außerdem sind trotz der Öffnung weiterhin keine Veranstaltungen erlaubt (Turniere, Wettkämpfe oder sonstige Events). Zudem gilt bei der Ausübung von Dienstleistungen das Kontaktverbot. Dies ist insbesondere relevant, wenn die Ausübung von Sport mit einer Dienstleistungstätigkeit verbunden ist, bei der der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann (z.B. bei körperlicher Hilfestellung).

Als kontaktfrei zählen insbesondere Individualsportarten wie z.B. Leichtathletikdisziplinen, Radfahren, Pferdesport, Rennsport, Klettern, Tennis, Tischtennis, Golf, Bogenschießen, Schießen, Jagdsport, Angeln, Surfen, Skateboarding, Segeln, Luftsport, Yoga etc."

Logo DOSBDer Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat auf seiner Internetseite "Wiedereinstieg in das vereinsbasierte Sporttreiben" die eigenen Leitlinien und alle von den einzelnen Sportfachverbänden erarbeiteten Konzepte zusammengestellt, darunter auch das Konzept des Deutschen Kanu-Verbands e.V. "Übergangsregeln zur Wiederaufnahme des öffentlichen Sportbetriebs in den Vereinen im Kanusport".

Unser Vorstand wird in einer Online-Vorstandssitzung am Samstag, 02. Mai 2020, ein Hygieniekonzept beschließen. Der Zugang zu nicht zu nutzenden Räumen wird beschränkt und die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Wiederaufnahme der vorerst noch individuellen Sportausübung ab dem 04. Mai 2020 unter Einhaltung von Abstands-, Hygieneregeln und des Infektionsschutzes möglich zu machen. Wir informieren unsere Vereinsmitglieder am Sonntag, 03. Mai 2020.

Wir freuen uns über einen ersten Schritt aus dem Stillstand unseres Sportbetriebs und bitten alle unsere Vereinsmitglieder verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen, festgelegte Regeln konsequent einzuhalten und den notwendigen Infektionsschutz weiter Ernst zu nehmen.


Corona-Krise

Ausblick auf geplante Lockerungen

01. Mai 2020 von Martin Ölscher
Die Landesregierung Schleswig Holstein gibt mit einer am 29. April 2020 herausgegebenen Medien-Information einen Ausblick auf die geplanten Lockerungen. Die Koalitionspartner einigten sich auf Anpassungen der Landesverordnung, die jeweils ab dem 04. Mai in Kraft treten sollen. Zum Sport heißt es:

"Kontaktarme Sportarten im Freien sollen wieder ausgeübt werden können. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung von Hygieneregeln. Als kontaktarm gilt eine Sportart, wenn bei deren Ausübung in der Regel ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen nicht unterschritten wird. Sportgeräte für kontaktarme Sportarten wie Fahrräder oder Kanus dürfen wieder gewerblich verliehen werden."

Auf der Internetseite der Landesregierung Schleswig-Holstein findet man eine Zusammenfassung der in einer dreistündigen Videokonferenz am 30. April 2020 mit Vertretern von Bund und Ländern vereinbarten Erleichterungen. Dort heiß es

"Golf, Tennis, Kanufahren – diese und weitere kontaktarme Sportarten im Freien sollen ebenfalls ab Montag wieder möglich sein. Voraussetzung ist, dass die Sportler immer einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten und die Hygieneregeln beachten. Auch Geräteverleihe zum Beispiel für Fahrräder oder Kanus dürfen wieder öffnen, ebenso wie die Sportboothäfen. Duschen und Gemeinschaftsräume müssen jedoch geschlossen bleiben, lediglich die Toiletten dürfen zugänglich sein."

Kajak wird an unserer Stegrampe eingesetzt
Bald wieder möglich: Start zu einer Tour an unserer Stegrampe

Wir werden ab dem 04. Mai wieder an die auf dem Vereinsgelände gelagerten Boote herankommen und damit auf das Wasser gehen können. Training oder Touren im Drachenboot oder Mannschaftkanadier sind wegen der weiter einzuhaltenden Abstandsregeln bis auf Weiteres nicht möglich.

Ich hoffe, die neue Landesverordnung wird zum oder am Wochenende veröffentlicht. Es geht um "Lockerungen" und nicht um eine Aufhebung der Maßnahmen zum Infektionsschutz. Es wird Auflagen geben, die wir einhalten müssen. Es wäre schön, wenn wir zum Startschuss am 04. Mai 2020 ein klein wenig Vorlauf für die notwendige Vorbereitungen und die Information unserer Vereinsmitglieder bekommen.

Wie wir unsere Vereinseinrichtungen nutzen können, richtet sich nach den in der kommenden Verordnung festgelegten Auflagen.


Corona-Krise

Keine kreative Auslegung der Lockerungen

28. April 2020 von Martin Ölscher
Mit Spannung warten wir auf den kommenden Montag. Dann soll es mit einer neuen Landesverordnung Lockerungen für den Sport geben.

Wir alle wünschen uns ein Leben wie in Zeiten vor der Corona-Pandemie zurück. Da ist es kein Wunder, dass mittlerweile von allen Seiten vehement Lockerungen der Maßnahmen gefordert werden. Jeden Tag etwas stärker.

Mit strikten Maßnahmen hat Deutschland die Zahl der Infektionen klein halten können. Die Pandemie ist aber noch nicht überstanden.

Man hört Corona ist sei nicht schlimmer als eine Grippe. Jedes Jahr sterben durch die saisonale Grippe Tausende von Menschen und keiner rege sich auf. Was zu diesem Vergleich so gar nicht passen will, sind die Kühlauflieger in New York, um die Toten zu lagern. Oder die Menschen in Ecuador, die ihre Verstorbenen in Plastikfolie eingewickelt zuhause oder auf der Straße ablegen, weil sie keiner abholt.

Der Virologe Prof. Christian Drosten warnt heute: "Müssen mit Anstieg der Infektions-Zahlen auf 'nicht mehr erträgliches Maß' rechnen" (Quelle: Focus). Deutschland ist wegen der strikten Maßnahmen bisher glimpflich durch die Pandemie gekommen. Als "Präventions-Paradox" bezeichnet Christian Drosten, dass die als Ergebnis der Maßnahmen niedrigen Infektionszahlen herangezogen werden, um die Schutzmaßnahmen nun als überzogen darzustellen.

Christian Drosten sagt dazu (Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland):

"Die Menschen behaupten, wir hätten überreagiert, der politische und ökonomische Druck, zur Normalität zurückzukehren, steigt. Der Plan der Bundesregierung ist es, die Lockerungen behutsam durchzuführen, doch die Länder stellen ihre eigenen Regeln auf. Ich befürchte, dass wir eine Menge Kreativität in der Auslegung der Lockerungen sehen werden. Es beunruhigt mich, dass die Reproduktionsquote wieder ansteigen wird und dass eine zweite Welle auf uns zu kommen könnte"

Christian Drosten beschreibt seine Sicht der Dinge und was in den vergangenen Monaten über das Coronavirus gelernt wurde, in einem Interview mit dem ORF. Darin geht er auch kurz auf den vermeintlich liberalen Sonderweg in Schweden ein.

Wir Itzehoer Wasser-Wanderer werden bei der Auslegung der Lockerungen nicht kreativ vorgehen. Wir werden nicht nach Schlupflöchern suchen. Alle mit den erwarteten Lockerungen verbunden Auflagen legen wir strikt im Sinne des Infektionsschutzes aus.

Die Vorschläge der Sportverbände nennen alle Arten von Gemeinschaftsräumen, die nicht zugänglich sein sollen. Wenn unser Vereinsheim geschlossen bleiben muss, bleibt es geschlossen. Da unser Bootshaus aus Bootlager im Zwischenbau und dem Vereinsheim besteht, dürfte der Zwischenbau als Bootslager betreten werden, alle anderen Räume nicht.

Wir müssen abwarten, was in die Verordnung am Ende aufgenommen wird.
Dann wissen wir, was unter Auflagen möglich ist, was nicht und was wir gegebenenfalls zur Erfüllung der Auflagen organisieren müssen.


Corona-Krise

Auf dem Weg zu Erleichterungen im Sport

27. April 2020 von Martin Ölscher
Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat für den 04. Mai 2020 für den Sport und insbesondere auch den Wassersport Erleichterungen angekündigt. Diese stehen aber unter dem Vorbehalt, dass sich das Infektionsgeschehen weiter im Rahmen hält. Bis zum 30. April 2020 soll an der notwendigen Landesverordnung gearbeitet werden. Ich forderte den für uns zuständigen Dachverband - den Landes-Kanu-Verband Schleswig-Holstein e.V. - auf, als unsere Interessenvertretung tätig zu werden.

Was auch immer kommt - es wird ein kleiner Schritt. Der Weg zu einem normalen Vereinsleben und -programm ist noch lang.

Nach den Informationen der letzten Tage leisten die Sportverbände Lobbyarbeit. Der Deutsche Olympische Sportbund e.V. (DOSB) hat Leitplanken für die Sportausübung in Corona-Zeiten formuliert.

Die Fachverbände - darunter der Deutsche Kanu-Verband e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Ruderverband e.V. - haben ebenfalls Rahmenbedingungen ausgearbeitet.

Heute veröffentlichte der DOSB auf seiner Internetseite eine Stellungnahme "Hoffnung auf Rückkehr zum Sport". Der Text steht ebenfalls auf der Internetseite des Landessportverbandes Schleswig-Holstein e.V. (siehe hier):

In dem Text wird DOSB-Präsident Alfons Hörman zitiert:

"Nach den positiven Rückmeldungen der Sportminister*innen der Länder haben wir unser Angebot an die Politik für eine Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sporttreibens weiterentwickelt. Neben 10 DOSB-Leitplanken liegen nun auch angepasste sportartspezifische Übergangs-Regeln der Fachverbände für einen ersten vorsichtigen Schritt ins vereinsbasierte Sporttreiben vor. Wir sind somit auf einen verantwortungsvollen Wiedereinstieg vorbereitet und hoffen nun zeitnah auf ein bundeseinheitliches Signal der Öffnung durch die Politik"

Weiter heißt es

"Nach den gemeinsamen Vorstellungen von organisiertem Sport und der Sportministerkonferenz der Länder wird ein erster Schritt der Lockerung ausschließlich für Bewegungsangebote im Freiluftbereich gelten, zudem sind umfassende weitere Regelungen, wie Mindestabstand und Hygienevorgaben zu beachten.

Dabei bleiben die Sportheime, deren Umkleiden und Gastronomiebereiche und Hallen geschlossen. Bei positivem Verlauf können später die nächsten Schritte zur weiteren Öffnung erfolgen.

Der organisierte Sport verzichtet ganz bewusst auf eine Positivliste von Sportarten, denn es geht um angepasste Bewegungsangebote für alle Mitglieder in den Vereinen. 'Seitens des Sports können wir mit bewährten Strukturen und den unzähligen erfahrenen Verantwortungsträger*innen einen wertvollen Teil dazu beitragen, dass Deutschland wieder in Bewegung kommt. Dabei sind wir uns der besonderen Chancen und Risiken bewusst und werden deshalb stets nach der Maxime handeln, dass Infektionsrisiken so weit wie irgend möglich minimiert werden müssen', sagte DOSB-Präsident Hörmann."

Danach wird es keine Reihe von Einzelregelungen für verschiedene Sportarten geben, nach denen hier etwas möglich ist, was dort nicht erlaubt ist.

Diese Stellungnahme zeigt, womit wir rechnen müssen:
  • Vereinsheime bleiben geschlossen
  • Vereinsfahrten und Zusammenkünfte finden weiterhin nicht statt
  • Kanusport im Freien wird unter Auflagen und Einhaltung von Mindestabstand und Hygienevorgaben erlaubt. Boote dürfen dazu aus den Lagern - dazu gehört bei uns auch der Zwischenbau - geholt werden.
  • Mannschaftssport im Drachenboot ist nicht möglich, da im Boot die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können
Wenn das so in eine Verordnung aufgenommen wird, stehen uns die Toiletten nicht zur Verfügung.

Ich habe den DOSB und den Landessportverband Schleswig-Holstein eben um eine Stellungnahme gebeten, wie die Toilettennutzung aussehen soll. Umkleiden und Duschen zuhause sei kein Problem. Müssen sich Sportler*innen vor oder nach dem Sport in Freien gegebenenfalls auf dem Vereinsgelände hinter Büschen und Hecken erleichtern?

Wenn wir wieder auf das Wasser gehen können und unser Fahrtenbuch auf dem Fahrtenbuchtresen für uns nicht erreichbar ist, dokumentieren wir unsere Touren online mit efa mobil. Wer in Zeiten der Schließung unseres Vereinsgeländes Touren mit einem zuhause gelagerten Boot unternommen hat, kann diese ebenfalls mit efa mobil erfassen oder mir - wenn es mehrere Touren sind - eine Excel-Tabelle mit den Toureneinträgen (Link siehe auch auf Internetseite "Verein") mailen.

Mit dem Fahrtenbuch wird dokumentiert, wann wer mit wem auf dem Wasser war oder vor oder nach einer Tour auf dem Vereinsgelände - auch mit Abstand - zusammengetroffen ist. Im Falle einer Infektion einer Sportlerin oder eines Sportlers können so die dokumentierten Kontakte nachvollzogen werden.

Wir müssen abwarten, was in die Verordnung am Ende aufgenommen wird.
Dann wissen wir, was unter Auflagen möglich ist, was nicht und was wir gegebenenfalls zur Erfüllung der Auflagen organisieren müssen.


Corona-Krise

Mund-Nasen-Bedeckungsverordnung (MNB-VO)

24. April 2020 von Martin Ölscher
Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat heute eine weitere Ersatzverkündung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB-VO) erlassen, die am 29. April in Kraft tritt.

Danach sind alle Personen in öffentlich zugänglichen Bereichen des Personennahverkehrs, Taxen und anderen Transportangeboten, in Einzelhandeslgeschäften, in Einkausfzentren und anderen Verkaufsräumen zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtet. Es gibt nur wenige Ausnahmen.

Jede Mund-Nasen-Bedeckung ist geeignet, eine Ausbreitung des Corona-Virus über Tröpfchenpartikel durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Ein Zertifikat für eine Schutzkategorie oder eine besondere Kennzeichnung ist nicht erforderlich. Alle aus Stoff genähten Bedeckungen, Schals, Tücher, Schlauchschals und andere Stoffzuschnitte oder andere Materialien, die geeignet sind, Mund und Nase vollständig zu bedecken, erfüllen die Anforderungen der Verordnung. Wer eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, muss darauf achten, dass beim Tragen Mund und Nase vollständig bedeckt bleiben.

Das Bundesamt für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert auf einer Internetseite "Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen" über verschiedene Arten von Mund-Nase-Bedeckungen und erklärt die hygienische Handhabung. Ein Merkblatt fasst diese Hinweise zusammen.


Corona-Krise

Neue Ersatzverkündung zur SARS-CoV-2 BekämpfV

18. April 2020 von Martin Ölscher
Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat am 18. April 2020 eine weitere Ersatzverkündung zur SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung erlassen. Nach § 6 Absatz 3 Ziffer 6 sind weiterhin öffentliche und private Sportanlagen (drinnen und draußen) zu schließen. Unser Vereinsgelände mit dem Bootshaus und den Bootslagerschuppen bleibt aus diesem Grund weiter geschlossen. Diese Verordnung gilt bis zum 03. Mai 2020.

Unser Arbeitsdienst am 25. April 2020 und unser Anpaddeln am 26. April 2020 können nicht stattfinden und fallen aus.

Wir müssen auf die für den 04. Mai 2020 angekündigten Erleichterungen für den Wassersport warten und die geforderten Auflagen kennen, bevor wir unser Vereinsgelände für eine eingeschränkte Sportausübung wieder öffnen können.


Corona-Krise

Lockerung der Maßnahmen?

17. April 2020 von Martin Ölscher
Heute steht in den Zeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages ein Artikel "Maß und Mitte: Das sind die Lockerungen im Land".

Darin heißt es "Ab 4. Mai wird Freizeitsport im Freien wie Tennis, Reiten, Golf oder Wassersport ermöglicht, die Sportboothäfen sollen öffnen. ... Eine entsprechende Verordnung wird bis zum 30. April erarbeitet und vom 03. Mai an umgesetzt."

Unsere Finanzministerin Monika Heinold kündigte in einer Pressekonferenz (siehe Video "Heinold kündigt Lockerungen für den Freizeitsport an" in der ARD Mediathek) Erleichterungen fü den Freizeitsport unter dem Vorbehalt, dass das Infektionsgeschehen weiter begrenzt gehalten werden kann, ab dem 04. Mai an. Für Freizeitsport der draußen und in der Regel nur mit ein bis zwei Personen stattfindet, so dass die Abstandsregeln eingehalten werden können, sollen demnach die derzeit geschlossenen Sportstätten wieder geöffnet werden.

Mit dem Kajak auf dem Wasser. Das muss wieder möglich sein, auch wenn das Boot dazu aus dem Bootslager auf unserem Vereinsgelände geholt werden muss.

Kajak auf der Stör

Über den Verteiler des Wassersportverbandes Kreis Steinburg bekam ich gestern ein Mail des Vorsitzenden des Segler-Verbandes Schleswig-Holstein e.V. Jan-Dirk Tenge an das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, mit der Bitte, bei den geplanten Lockerungen individuelle Saisonvorbereitungsarbeiten in den Sportboothäfen zu erlauben. Die faktische Stilllegung des Wassersportbetriebes auch unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften und Abstandsregelungen gehe über das erforderliche Maß hinaus und sei nicht verhältnismäßig.

Das Mail leitete ich gestern an den Landes-Kanu-Verband Schleswig-Holstein e.V. mit der Bitte weiter, in diesem Sinne auch für den Kanusport aktiv zu werden. In den nächsten 14 Tagen wird die Verordnung ausgearbeitet und da könnte ein wenig Lobbyarbeit hilfreich sein.

Auch wenn der Wunsch nach Normalität groß ist, sind wir in der Corona-Epidemie noch nicht über den Berg. Die ersten kleinen Erfolge bei der Eindämmung der Infektionszahlen können nur gehalten werden, wenn sich alle weiterhin diszipliniert verhalten und alles Mögliche zur weiteren Eindämmung tun. Wir müssen abwarten, was ab Anfang Mai unter welchen Auflagen wieder möglich ist und wie unser Verein gegebenenfalls die individuelle Sportausübung organisieren kann.

Zusammenkünfte werden Sportvereinen aller Voraussicht nach dann noch nicht erlaubt sein. Ich rechne nicht damit, dass unser Arbeitsdienst am 25. April 2020 und unser Anpaddeln am 26. April 2020 wie geplant stattfinden können.


Corona-Krise

Familienbesuche?

11. April 2020 von Martin Ölscher
In der am 08. April 2020 erlassenen Ersatzverkündung zur SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung wurden erstmals familiäre Zusammenkünfte geregelt. Was alle als eine Lockerung der Maßnahmen verstanden haben, war so nicht gemeint. Auch bisher waren familiäre Zusammenkünfte möglich. Da aber nicht festgelegt war, wie viele Personen zusammenkommen durften, sei nun mit der Maximalzahl von 10 Personen eine Begrenzung vorgenommen worden.

Auf der Internetseite der Landesregierung Schleswig-Holstein wird in den "Häufig gestellten Fragen" zum Thema "Tourismus" erklärt, wie Besuche stattfinden sollten:

"Eine Einreise zum Besuch der Familie ist grundsätzlich nicht untersagt. Unabhängig davon gilt aber auch für Reisen zu Familienbesuchen die dringende Bitte, dass diese auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren sind. Dies gilt natürlich umso mehr, wenn Risikogruppen, also ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen oder Raucher betroffen sind. Gerade vor dem Hintergrund eines vermeidbaren Risikos sollte auf Familienbesuche freiwillig verzichtet werden und diese auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden."


Corona-Krise

Neue Ersatzverkündung zur SARS-CoV-2 BekämpfV

08. April 2020 von Martin Ölscher
Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat am 08. April 2020 eine weitere Ersatzverkündung zur SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung erlassen. Nach § 6 Absatz 3 Ziffer 6 sind weiterhin öffentliche und private Sportanlagen (drinnen und draußen) zu schließen.

§ 2 regelt Reisen nach Schleswig-Holstein, öffentliche und private Veranstaltungen und Kontaktverbote. Es bleibt bei den Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum. Nach Absatz (3a) dürfen aber Ehegatten, Geschiedene, eingetragene Lebenspartner, Lebensgefährten, Geschwister und in gerader Linie Verwandte zusammenkommen. Personen aus diesem Kreis dürfen auch von außerhalb Schleswig-Holsteins zu einer Zusammenkunft anreisen.

Die Teilnehmerzahl eines solchen Zusammenkommens im privaten Raum sowie entsprechender Zusammenkünfte im öffentlichen Raum darf insgesamt zehn Personen nicht übersteigen. Ausnahmsweise ist bei Haushalten mit mehr als zehn Personen die Zahl der tatsächlichen Mitglieder des Haushalts maßgeblich.


Corona-Krise

Wir bleiben kreativ zuhause

05. April 2020 von Martin Ölscher
Heute ist wieder so ein Tag mit Traumwetter. Raus aufs Wasser? Leider nein. Unsere Boote müssen weiter auf dem geschlossenen Vereinsgelände in ihren Lagern liegen bleiben.

Paddelschlumpf

Was machen Paddler/innen in Zeiten von Corona? Sie sind kreativ. Von der Erstbefahrung des eigenen Gartenteichs bis zu Planspielen auf der Jübermann-Karte. Einige Fotos vom kreativen Alternativprogramm unserer Paddler/innen zeigen wir in einem Fotoalbum.

Haltet durch! Es kommen auch wieder bessere Zeiten.


Corona-Krise

Neue Ersatzverkündung zur SARS-CoV-2 BekämpfV

03. April 2020 von Martin Ölscher
Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat am 03. April 2020 eine weitere Ersatzverkündung zur SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung erlassen. Nach § 6 Absatz 3 Ziffer 6 sind weiterhin öffentliche und private Sportanlagen (drinnen und draußen) zu schließen.

Nach § 6 Absatz 4 kann nun die zuständige Behörde für die Nutzung von Sportanlagen durch Berufssportlerinnen und Berufssportler sowie durch Kaderathletinnen und Kaderathleten zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele im Jahr 2021 Ausnahmen unter der Bedingung zulassen, dass ein individuelles Hygienekonzept umgesetzt und der Ausschluss des Zugangs für weitere Personen sichergestellt wird.

Erstmalig wird in dieser Ersatzverkündung in § 12 Absatz 9 explizit darauf hingewiesen, dass jemand nach dem Infektionsschutzgesetz ordnungswidrig handelt, wer eine Sportstätte vorsätzlich oder fahrlässig geöffnet hält. In einem Bußgeldkatalog wurde dafür das Bußgeld auf 1.000 bis 5.000 Euro festgelegt.

Damit hat sich für uns Breitensportler nichts an der Schließung unseres Vereinsgeländes geändert.

Der Präsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein e.V. Hans-Jakob Tiessen wendet sich in einer in seinen Worten "außergewöhnlich bedrückenden Ausnahmesituation" heute direkt an die Sportlerinnen und Sportler in Schleswig-Holstein:

"Die Corona-Krise hat das gesellschaftliche und sportliche Leben in Schleswig-Holstein weiterhin fest im Griff. Der Sport-, Spiel-, Trainings- und Wettkampfbetrieb ist vollständig zum Erliegen gekommen. Es ist bis heute nicht absehbar, wann er wieder aufgenommen werden kann.

Zum Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land war die durch die Landesregierung angeordnete Schließung der Sportstätten unabwendbar. Dass dem eigenen Sportbedürfnis damit aktuell nicht mehr nachgegangen werden kann, ist eine einschneidende Folge."


Corona-Krise

Wir bleiben zuhause

28. März 2020 von Martin Ölscher
Heute ist einer dieser Tage, an dem wir normalerweise zahlreich auf dem Wasser wären: strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, milde Frühlingstemperaturen und nur ein ganz leichter Wind. Bestes Paddelwetter!

Da aber unser Vereinsgelände wegen der Landesverordnung zur Eindämmung der Infektionen mit dem Corona-Virus geschlossen ist, müssen unsere Boote in ihren Lagern liegen bleiben.

Lasst uns das beste aus diesem schönen Wochenende machen und bleibt gesund!


Corona-Krise

Kanusport als individuelle Sportausübung

26. März 2020 von Martin Ölscher
Wir stehen kurz vor den langen Wochenenden, die zu normalen Zeiten gerne für Touren genutzt werden. Die individuelle Sportausübung ist - Stand heute - unter Einhaltung der Anforderungen der erlassenen Kontaktsperre weiter erlaubt, so lange dazu keine Sportstätte betreten werden muss. Für die meisten von uns ist es nicht möglich, da das Boot auf dem geschlossenen Vereinsgelände gelagert ist.

Auch wer ein Boot zuhause gelagert hat und so allein oder mit dem Personenkreis, der nach dem Kontaktverbot erlaubt ist, auf das Wasser gehen könnte, muss einiges beachten.

Die Landesverordnung mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen untersagt Reisen in das Gebiet des Landes Schleswig-Holstein zu touristischen oder Freizeitzwecken. Da wird es auch mit einem Tagesausflug an ein nicht in Wohnortnähe gelegenes Gewässer eng.

Die Bootshäuser und Steganlagen der Kanuvereine und Sportboothäfen mit deren Slip- und Steganlagen sind als Sportanlagen geschlossen. Bis auf Weiteres darf diese Infrastruktur nicht genutzt werden. Die Schwimmsteganlage der Stadt Itzehoe an der Stör im Hafen Itzehoe wird als öffentliche Sportstätte angesehen und es wird vorerst kein Termin für den Aufbau zu Saisonbeginn geplant. Die Sperrung lässt sich einfacher umsetzen, wenn die Anlage im Winterlager liegen bleibt. Mit ähnlichen Entscheidungen oder Sperrungen öffentlicher Anlagen muss gerechnet werden. Der Sportboothafen Beidenfleth ist für Gäste gesperrt. Der Segelverein Wilster hat seine Sportboothäfen und Liegestellen - dazu gehört Kasenort und der Schlengel am "Langen Rack" - geschlossen.

All diese Einrichtungen stehen als Ein-/Ausstiegs- oder Raststellen nicht zur Verfügung.

Allen Übernachtungsmöglichkeiten ist die Beherbergung von Gästen zu touristischen Zwecken untersagt. Danach dürfen auch Kanustationen derzeit keine Gäste aufnehmen.

Wer Touren im Rahmen der individuellen Sportausübung plant, muss sich mit den Einschränkungen und verbliebenen Möglichkeiten auseinandersetzen. Man wird viele Informationen derzeit gar nicht finden und muss damit rechnen, vor Ort vor Problemen zu stehen.

In Hamburg und in Niedersachsen gelten ebenfalls Verordnungen, nach der alle Sportstätten geschlossen werden mussten.

Ein Appell, der so oder in abgewandelter Form immer wieder an uns alle gerichtet wird, lautet:

"Corona ist sehr ansteckend und kann sich schnell ausbreiten. Um sich und andere nicht zu infizieren, ist es jetzt wichtig, zuhause zu bleiben und den persönlichen Kontakt zu meiden, wo immer dies möglich ist."

Man darf sich gerne in diesem Sinne vernünftig verhalten, ohne dass erst Verbote einen dazu zwingen.


Corona-Krise

Vereinsprogramm in Zeiten der Corona-Krise

25. März 2020 von Martin Ölscher
Unser Vereinsgelände ist nach einer Verordnung des Landes Schleswig-Holstein geschlossen und darf bis auf Weiteres nicht mehr betreten werden. Man darf auch nicht mehr sein Boot aus dem Bootslager holen, um einzeln auf das Wasser zu gehen oder etwas zu reparieren. Nichts geht mehr auf unserem Vereinsgelände.

So etwas haben wir alle bisher noch nicht erlebt. "Social Distancing" ist das Gebot der Stunde. Abstand halten und alle nicht notwendigen Sozialkontakte vermeiden. Gemeinsam Sport treiben ist leider ein vermeidbarer Sozialkontakt.

Das Robert Koch Institut verweist bei der Frage, wie lange eine Ansteckung über auf Oberflächen haftende Viren möglich ist, auf das Bundesinstitut für Riskikobwertung (BfR). Das geht davon aus, dass nach starker Kontamination das Corona-Virus bis zu 3 Stunden als Aerosol, bis zu 4 Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu 2-3 Tagen auf Edelstahl und Plastik infektiös bleiben kann.

Auch jüngere, gesunde Menschen können schwer am Corona-Virus erkranken.

Auch wenn Sportler/innen auf unserem Vereinsgelände sich bemühen würden, nicht zusammenzutreffen oder sorgfältig den geforderten Abstand zueinander zu halten, ist eine Infektion zum Beispiel über Türklinken an den Toren zum Vereinsgelände oder Vorhängeschlössern an den Bootslagern möglich. Das gilt es im Interesse aller zu vermeiden. Lasst uns das mit Anstand und dem Verständnis für den Zweck der uns auferlegten Einschränkungen tun.

Auch in Zeiten der Kontaktsperre darf individuell weiter Sport getrieben werden, solange die Laufschuhe zuhause geschnürt, ein Fahrrad oder anderes Sportgerät aus der Garage geholt werden. Sportstätten sind als vermeidbare Kontaktpunkte aber aus dem Spiel.

Wir alle hoffen, die Maßnahmen führen zu einer gebremsten Zunahme an Corona-Infektionen. Leider kann heute noch niemand abschätzen, wie lange wir mit Einschränkungen leben müssen.

Damit, dass wir wie geplant in den Osterferien nach Norwegen fahren könnten, rechneten wir schon seit einiger Zeit nicht mehr. Viele Fahrten wie die Aller-Hochwasser-Rallye, Werraland-Rallye und der Wesermarathon wurden abgesagt. Gestern folgte die Absage für das XXL Paddelfestival in Markkleeberg. Unsere Seniorengruppe hat auch schon viele der geplanten Termine abgesagt.

Wir müssen abwarten. Bitte schaut regelmäßig auf unser Programm. Unsere eigenen Termine wie den Arbeitsdienst, das Anpaddeln, das Jugendwochende lassen wir erst einmal stehen und müssen diese gegebenfalls auch absagen. Das kann kurzfristig geschehen.

Die Schwimmsteganlage sieht die Stadt als öffentliche Sportstätte, die nach der Verordnung derzeit ebenfalls gesperrt werden müsste. Am einfachsten geht das, wenn sie nicht Mitte April auf das Wasser gesetzt wird und an Land liegen bleibt. Das Einsetzen planen wir erst, wenn Sportanlagen wieder geöffnet werden dürfen.

Kurz nach dem Tag, ab dem wir wieder auf unserem Vereinsgelände zusammenkommen dürfen, feiern wir mit einem Vereinsfest den verspäteten Start in eine vielleicht nur noch kurze Saison. Aus der werden wir das Beste machen!

Bis dahin haltet durch und bleibt gesund.


Corona-Krise

Schließung des Vereinsgeländes

20. März 2020 / zuletzt aktualisiert 24. März 2020 von Martin Ölscher
Am 17.März 2020 hat das Land Schleswig-Holstein eine weitere Verordnung SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung zur Eindämmung der Infektionen mit dem Corona-Virus erlassen und mit einer Ersatzverkündung am 23. März 2020 aktualisiert. Nach § 4 Absatz (2) Buchstabe f) sind "öffentliche und private Sportanlagen (drinnen und draußen)" zu schließen.

Das Vereinsgelände mit dem Bootshaus und den Bootslagerschuppen ist ab sofort geschlossen und darf bis zum Widerruf nicht mehr betreten werden. Ausgenommen sind Kontrollbesuche durch Vorstandsmitglieder.

Wir sagten bereits alle offiziellen Programmpunkte unseres Vereins bis auf Weiteres ab, Zusammenkünfte im Bootshaus finden nicht mehr statt. Gemäß § 1 und § 2 der o.g. Verordnung können in Schleswig-Holstein auch keine Wochenendtouren mit Übernachtung mehr stattfinden und wir dürfen derzeit auf unserem Gelände als Kanustation keine Gäste aufnehmen.

Bisher waren wir der Ansicht, die individuelle Sportausübung mit privaten Kajaks von unserem Bootshaus aus ist - wie Joggen und Fahrradfahren - noch unbedenklich und baten unsere Mitglieder, wenn möglich das Bootshaus nicht zu betreten. Dies entsprach einer Empfehlung des Deutschen Kanu-Verbandes e.V. vom 13. März 2020: "Training sollte ausschließlich im Freien in kleinen Gruppen unter Verzicht auf Körperkontakt erfolgen."

Angesichts der weiteren Verschärfung der Maßnahmen durch die o.g. Verordnung, baten wir den Deutschen Kanu-Verband e.V. um eine erneute Einschätzung zur individuellen Sportausübung und bekamen die Antwort:

"Den Vorgaben und Erlässen der zuständigen Landesregierungen und deren Behörden ist absolut Folge zu leisten. Wenn diese Allgemeinverfügungen der Landesregierung auch für Bootshäuser gelten – und dies tun sie aus unserer Erfahrung (siehe Hamburg), dann dürfen diese auch nicht mehr für Freizeitaktivitäten und/oder den Sport- und Trainingsbetrieb genutzt werden.

Auch das Arbeiten an Booten in diesen Hallen und das Abholen von Booten ist nicht erlaubt. Dies würde auch beinhalten, dass auch das Sporttreiben Einzelner so nicht mehr möglich ist."


Der Deutsche Kanu-Verband e.V. hat seine Empfehlungen in diesem Punkt angepasst.

Auch der Landessportverband Schleswig-Holstein e.V. beantwortet in seinen FAQ rund um das Thema Corona die Frage, ob das Verbot des Sportbetriebs auch für Einzeltrainings oder kleine Trainingsgruppen gilt:

"Nach der Ersatzverkündung/Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vom 17.03.2020 der Landesregierung Schleswig-Holstein ist jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen (drinnen und draußen), Schwimm- und Spaßbäder, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen zu schließen.

Hiernach wird nicht differenziert zwischen Mannschafts-, Gruppen- oder Einzeltraining. Ziel der angeordneten Maßnahmen ist es, jegliche unnötigen Sozialkontakte zu vermeiden, um eine schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Dies gilt auch für die mit dem Besuch einer Sportanlage verbundene An- und Abreise und mögliche Kontakte in Umkleideräumen. Nach hiesiger Ansicht lässt der Erlass keine differenzierende Auslegung zu. Die Sportvereine sollten der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und die Anordnungen der Behörden konsequent umsetzen."

Und die Landesregierung Schleswig-Holstein erläutert auf ihrer Internetseite "FAQ - Häufig gestellte Fragen" in der Rubrik Sport, was die Verordnung für die Nutzung von Sportanlagen für einzelne Sportler/innen bedeutet:

"Gemäß § 4 Abs. 2 Ziffer e der Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Schleswig-Holstein vom 17. März 2020 ist der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen (drinnen und draußen), Schwimm- und Spaßbäder, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen zum 18.03.2020 zu schließen. Diese Verordnung gilt aktuell bis zum 18.04.2020.

Damit dürfen auch einzelne Sportler die Sportanlagen in diesem Zeitraum nicht mehr nutzen."

Auch das Info-Team Corona in der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein beantwortete am 24. März unsere Anfrage, ob es bezüglich der geltenden Verordnung eine Ausnahme für die individuelle Sportausübung geben könne, dass "mit dieser Regelung leider grundsätzlich auch die einzelne Nutzung der Sportanlagen untersagt" sei und begründet das mit dem Infektionsschutz:

"Allerdings könnte bei Nutzung der gleichen Sportstätte durch unterschiedliche Personen eine Ansteckungsgefahr nicht ausgeschlossen werden. Wie lange die Corona-Viren auf welchen Materialien überleben, ist derzeit nicht zuverlässig bekannt. Daher steht der vorsorgliche Schutz aller Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt der o.g. Verordnung, um eine Ansteckungsgefahr möglichst zu minimieren."

Das Robert Koch Institut verweist bei der Frage, wie lange eine Ansteckung über auf Oberflächen haftende Viren möglich ist, auf das Bundesinstitut für Riskikobwertung (BfR):

"Die Stabilität von Coronaviren in der Umwelt hängt von vielen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beschaffenheit der Oberfläche sowie vom speziellen Virusstamm und der Virusmenge ab. Im Allgemeinen sind humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen. In der Regel erfolgt die Inaktivierung in getrocknetem Zustand innerhalb von Stunden bis einigen Tagen. Für das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 zeigen erste Laboruntersuchungen laut einem Preprint-Artikel (eine Veröffentlichung, die noch nicht durch ein in der Wissenschaft übliches Peer-Review-Verfahren geprüft wurde), dass es nach starker Kontamination bis zu 3 Stunden als Aerosol, bis zu 4 Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu 2-3 Tagen auf Edelstahl und Plastik infektiös bleiben kann."

Auch wenn Sportler/innen auf unserem Vereinsgelände sich bemühen würden, nicht zusammenzutreffen oder sorgfältig den geforderten Abstand zueinander zu halten, ist eine Infektion zum Beispiel über Türklinken an den Toren zum Vereinsgelände oder Vorhängeschlössern an den Bootslagern möglich. Das gilt es im Interesse aller zu vermeiden.

DKV-Präsident Thomas Konieztko verdeutlichte am 20. März 2020 in seinem Offenen Brief an Deutschlands Kanuten den Ernst der Lage und wie in der Krise Prioritäten gesetzt werden sollten:

"Wir haben schmerzhaft erkennen müssen, dass in der momentanen Situation Sport nicht das Wichtigste ist, und wir sollten akzeptieren, dass manche Einschränkungen nötig sind und von uns mitgetragen werden müssen.

Hunderttausende Arbeiter/innen und Angestellte drohen ihren Job zu verlieren, Firmen kämpfen um ihre Existenz und Menschen, die wir gut kennen, die unsere Verwandten und Freunde sind, kämpfen vielleicht in den nächsten Tagen und Wochen um ihr Leben.

Dies alles sollten wir berücksichtigen, wenn wir darüber diskutieren, wie wir in den nächsten Tagen und Wochen im Sport weitermachen wollen ..."

Die Anordnungen sind verbindliche Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz. Wir müssen die gefassten Verordnungen erfüllen und auch unsere Sportanlage ohne Wenn und Aber schließen.


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